Quelle: ddp Nachrichtenagentur, im März 2009
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Biorhythmus
Um 14 Uhr ist Sendepause
Jeder Mensch hat einen individuellen Biorhythmus, allerdings
gibt es Mittelwerte. Das erste Tagestief erleben viele
Berufstätige nach dem Mittagessen.
Im Laufe eines Arbeitstages sind
wir unterschiedlich leistungsfähig.
Dafür ist unter anderem der
Biorhythmus verantwortlich.
„Jeder Mensch hat durchschnittlich
zwei Hoch- und zwei Tiefphasen
pro Tag“, sagt Henrik Brandt,
Diplom-Psychologe in Lübeck und
Buchautor. Er empfiehlt, die
Leistungsschwankungen möglichst
bei der Planung des Arbeitstages
zu berücksichtigen.
Im Durchschnitt kommen die Hochphasen
morgens gegen 10 Uhr und am späten
Nachmittag. „Das erste Tief erleben viele
Menschen nach dem Mittag gegen 14 Uhr.
Das zweite Tief fällt in die Zeit des
Nachtschlafs“, berichtet Brandt. Auch in
den Zwischenzeiten seien Schwankungen
möglich: So erlebe man im Tagesverlauf
etwa alle 90 bis 120 Minuten ein leichtes
Tief.
Erholung nach Stundenplan
Wenn man seinen Arbeitstag selbst gestalten kann, sollte man
wichtige Termine eher in die Leistungshochs legen. In den Tiefs
lassen sich hingegen Routinearbeiten oder leichtere Aufgaben
bewältigen. „Außerdem sollte man darauf achten, alle 90 Minuten
eine Pause von fünf bis zehn Minuten zu machen“, sagt der Autor
des Buches „Die Power-Pause“. Er schlägt vor, diese möglichst aktiv
zu gestalten. Dazu könne etwa Bewegung und frische Luft gehören
oder eine kurze Entspannungseinheit. „Es ist gut, wenn man sich
dafür eine Technik wie autogenes Training oder Muskelentspannung
nach Jacobson aneignet“, so Brandt.
Auch mit der Ernährung könne man gegen seine Tiefs vorgehen.
„Wenn ich zum Beispiel um 10 Uhr einen wichtigen Termin habe,
esse ich eineinhalb Stunden vorher eine Mahlzeit, die vorhält und
mir Energie gibt“, sagt der Coach. Er rät dazu, sich ausgewogen zu
ernähren. Ein energiereiches Frühstück bestehe dann etwa aus Müsli
oder Vollkornbrot und Obst. Auch Zwischenmahlzeiten könnten
helfen, größere Leistungstiefs zu vermeiden. „Schokoladenriegel
geben kurzfristig Energie, während Vollkornprodukte oder ein
Joghurt mit Obst länger vorhalten“, sagt Brandt.
(C) ddp
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