Das Zen-Gärtchen als Pausen-Manager - Vom
Sandkastenvergnügen zur Kurz-Meditation
Pfaffenhofen/Lübeck (ddp).
Wie Unkraut bedecken Notizzettel den Bildschirm und die Arbeitsfläche, und das Posteingangsfach
quillt über. Geist und Auge dürsten nach einem ruhenden Pol mitten im Chaos des Schreibtisches. Eine solche Oase ist für
manche das Zen-Gärtchen auf dem Pult. Dieser einfache Sandkasten besteht meist aus edlem Holz und ist mit feinem Sand und
ein paar wenigen Ziersteinen gefüllt. Als Werkzeug dient ein kleiner, zierlicher Holzrechen, mit dem man beliebig Muster in den
Sand harken kann. Das Zen-Gärtchen auf dem Schreibtisch sieht aber nicht nur schick aus, es kann auch zum persönlichen
Pausen-Manager werden......
.....Laut Henrik Brandt, Diplom-Psychologe in Lübeck und Autor von «Die Power-Pause», erhalten solche regelmäßigen
Entspannungen im Arbeitsalltag die Gesundheit und fördern die Leistungsfähigkeit: «In unserem Arbeitsalltag steckt ein großes
Erregungspotenzial. Pausen sind die Zeitfenster, in denen wir Übererregung abbauen und gleichzeitig Stress vorbeugen
können.» Entspannen könne man sich auf ganz verschiedene Art und Weise, der Effekt sei eigentlich derselbe.
«Entspannungstechniken tragen aber dazu bei, denselben Effekt in kürzerer Zeit zu erreichen», betont der Pausen-Experte. Ein
solches Hilfsmittel zur regelmäßigen Entspannung könne durchaus ein Zen-Gärtchen sein. «Denn erstens löst die Beschäftigung
eine positive Empfindung aus, und zweitens lenkt sie vom Stress ab.»........
(C) ddp