Quelle: ddp Nachrichtenagentur, im November 2009
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Freizeitstress:
Strukturierter Tagesplan schafft Prioritäten
Lübeck (ddp). Für manche Menschen müsste der Tag eigentlich 36 Stunden haben. Sie hetzen
vom Job zum Tennistraining, danach zum Geburtstag einer guten Freundin und anschließend
kümmern sie sich noch um die Buchhaltung des Gesangvereins - und haben dabei immer das
Gefühl, sie kämen zu nichts. «Viele Leute haben ein überhöhtes Anspruchsdenken. Da sie
sich meistens zu viel vornehmen, sind sie eigentlich nie mit dem zufrieden, was sie
geschafft haben», sagt Henrik Brandt, Diplom-Psychologe aus Lübeck.
Gegen diesen Freizeitstress könne ein strukturierter Tagesplan helfen. «Anstatt abends
spontan zu entscheiden, was man machen könnte, tut es vielen gut, sich schon vorab sowohl
für berufliche als auch für private Beschäftigungen feste Termine setzen», erklärt der
Autor des Ratgebers «Die Power-Pause». Beispielsweise am Freitagnachmittag oder am
Sonntagabend setze man einen schriftlichen Plan für die kommende Woche auf. Dabei könne
man dann bewusst entscheiden, welche Dinge Priorität haben sollen. «So sieht man, dass
man zwar am Montag Freunde trifft, am Dienstag aber wieder Zeit für die Familie hat»,
sagt Brandt.
Gleichzeitig müsse man sich verdeutlichen, dass man es nicht immer allen recht machen
könne. «Man kann zwar einen großen Freundeskreis haben, aber dann sollte man akzeptieren,
dass man sich eben seltener mit den einzelnen Freunden trifft», sagt Brandt. Es sei
wichtig, zu den anderen auch mal «nein» zu sagen und die Zeit, die man für sich alleine
brauche, nicht aus den Augen zu verlieren.
(C) ddp
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